#haltungswechsel: ALDI bekräftigt Tierwohlversprechen

Foto: Maria Feck / Greenpeace

Die industrielle Tierhaltung zählt zu den größten Naturzerstörern. Sie verursacht Klimaerhitzung, Artensterben und unfassbares Tierleid. Gute 13 Prozent der klimaschädlichen Emissionen in Deutschland werden durch die Landwirtschaft verursacht. Hauptverantwortlich dafür ist die Massentierhaltung. Das bedeutet: Nur mit weniger Tieren, dafür aus guter Haltung, für die Landwirt:innen fair entlohnt werden, können wir die Klima-, Arten- und Tierschutzziele noch erreichen.

Deshalb arbeitet Greenpeace seit 2017 zum Thema Fleischkonsum und -produktion. Neben einer Ernährung mit viel pflanzlichen und wenig tierischen Produkten spielt der Umbau und insbesondere der Abbau der Nutztierhaltung in Deutschland eine entscheidende Rolle. Greenpeace setzt sich deshalb für eine verpflichtende Haltungskennzeichnung für Fleisch und Fleischprodukte ein. Solange es keine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung ähnlich wie bei Eiern gibt, fordert die Umweltschutzorganisation den Lebensmitteleinzelhandel, die fleischverarbeitende Industrie und Produzierende auf, freiwillig kenntlich zu machen, woher und aus welcher Haltung ihr Fleisch stammt.

Die größten deutschen Supermarktketten haben 2019 aufgrund der Greenpeace-Kampagne eine freiwillige vierstufige Kennzeichnung namens Haltungsform eingeführt. Greenpeace bewertet die Haltungsform 1 und Haltungsform 2 als tierschutzwidrig und fordert den Lebensmitteleinzelhandel seit Einführung der Kennzeichnung auf, kein Fleisch aus diesen tierschutzwidrigen Haltungsformen anzubieten.

Im Juli dieses Jahres hat der Discounterriese Aldi angekündigt, aus diesen Haltungsformen bis 2030 aussteigen zu wollen und zukünftig nur noch Fleisch aus den besseren Haltungsformen 3 und 4 anzubieten. Rewe hat dies anschließend ebenfalls verkündet. Aldi legt nun mit einem starken politischen Statement zu ihrem Haltungswechsel nach und richtet sich konkret an die neue Regierung. (https://www.presseportal.de/pm/112096/5045958)
Das ist ein Novum und ein starkes Signal, nicht nur an die Mitbewerber. Denn der Discounter erkennt ganz richtig: Die Umgestaltung der Tierhaltung und Landwirtschaft in Deutschland darf und kann nun nicht allein dem Markt überlassen werden. Die Politik muss einen strengen Rahmen setzen, Nutztierhaltungsverordnungen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen, unterschiedliche Erwartungen von Landwirt:innen, Umweltschützenden und Handel zusammenbringen und endlich eine gesetzlich verpflichtende Haltungskennzeichnung auf den Weg bringen, die für alle Marktteilnehmer – auch für Gastronomie und Großhandel und weitere Fleischverarbeitungsbetriebe – gilt.

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