Stiftung Zukunftsfähigkeit: „Glasgow hatte zwei Gesichter“

von Klaus Milke und Noah Walker-Crawford / Stiftung Zukunftsfähigkeit

Die Klimakonferenz in Schottland hat im Ergebnis viele – vor allem junge Menschen und die in den meist verletzlichen Staaten – enttäuscht.

Das 1,5 Grad Limit ist jetzt zwar für alle Staaten der Ausgangspunkt, was in Paris Ende 2015 noch nicht der Fall war, doch – alle Ankündigungen zusammengenommen und umgesetzt -würden wir derzeit weit über 2 Grad hinausschießen. Zudem bekommen die schwachen und „most vulnerable“ Staaten nicht die geforderte Unterstützung für die Schäden und Opfer, die sie schon zu beklagen haben.

„Die andere Seite der Medaille der COP 26 war aber der enorm sichtbare Aufbruch für neue ehrgeizige Initiativen und vielfältige ambitionierte Kooperationen – ganz unabhängig von den Verhandlungen. Das macht Hoffnung!“, so Klaus Milke, der mit Noah Walker-Crawford von der Stiftung Zukunftsfähigkeit, die den Kläger Saúl Luciano Lliuya gegen RWE massiv unterstützt, selbst vor Ort war. „Unglaublich, wie viele Klimaklagefälle es inzwischen gibt und welchen Auftrieb der Ansatz von Klimaklagen weltweit inzwischen hat“, ergänzt Noah. „Dazu waren so viele Menschen wie noch nie bei einer Klimakonferenz. Und der Fall Huaraz von Saúl Luciano Lliuya wird überall als eines der bedeutendsten laufenden Verfahren erwähnt.“

Und die Klimaklagen haben direkt mit den schwierigen offiziellen Verhandlungen zu tun, weil sie deutlich machen, dass die adäquate Verantwortungsübernahme für die Auswirkungen des menschverursachten Klimawandels noch längst nicht geklärt ist. Neue Erkenntnisse der Klimawissenschaft zeigen mit immer mehr Deutlichkeit, wer zum Klimawandel am meisten beigetragen hat und wo die schlimmsten Folgen zu spüren sind. „Es kann ja nicht angehen, dass die Ärmsten der Armen überall in der Welt vor den Kadi gehen, damit ihnen Gerechtigkeit widerfährt.“ – stellen Klaus Milke und Noah Walker-Crawford fest.

Klaus Milke
Noah Walker-Crawford
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